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Universitätsklinik Würzburg
Klinik & Poliklinik für
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Gastrointestinale Stromatumoren (GIST)

Gastrointestinale Stromatumoren (GIST) sind seltene und aggressive Tumoren im Magen-Darmtrakt. GIST wurden erst im Jahre 1998 als eigenständige Tumoreinheit festgelegt.

Jedes Jahr erkranken an diesem Tumor in Deutschland etwa 2000 Menschen, weltweit sind es circa 10 000. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen.

Gastrointestinale Stromatumoren können im gesamten Verdauungstrakt auftreten wobei die häufigste Lokalisation der Magen ist.

Gastrointestinale Stromatumoren

Die noch junge Entität der gastrointestinalen Stromatumoren – GIST steht seit ihrer Definition im Jahre 1998 im Zentrum des medizinischen Interesses. Mit einem Gesamtanteil von 1% aller gastrointestinalen Malignome sind diese Tumoren selten, stellen gleichzeitig jedoch die häufigsten mesenchymalen Tumoren des Gastrointestinaltraktes dar. GIST können in jedem Abschnitt des Gastrointestinaltrakts vorkommen und sind am häufigsten im Magen (ca. 50%) und Dünndarm (ca. 30%) lokalisiert.

Das entscheidende diagnostische Kriterium ist der immunhistochemische Nachweis des KIT-Proteins (CD 117). Den zugrunde liegenden Pathomechanismus stellt eine Mutation des c-kit-Gens dar. Des Weiteren sind extragastrointestinale CD117(KIT)-positive Stromatumoren (EGIST) im Omentum, Mesenterium und Retroperitoneum als Sonderform der GIST anzusehen.

Das ausgesprochen heterogene biologische Verhalten der gastrointestinalen Stromatumoren erlaubt keine eindeutige Einteilung der Tumoren in maligne oder benigne entsprechend den klassischen zytomorphologischen Malignitätskriterien. Die Risikostratifizierung erfolgt anhand der Parameter Tumorgröße und Mitoserate. Darüberhinaus besteht eine Abhängigkeit des Risikos von der Art der zugrunde liegenden genetischen Aberration sowie der Lokalisation des Tumors.

Trotz rasanter Fortschritte in der medikamentösen GIST-Therapie mit Tyrosinkinaseinhibitoren der 1. und mittlerweile 2. und 3. Generation ist die vollständige (R0) Resektion Grundvoraussetzung für einen kurativen Therapieansatz bei resektablen GIST.

Hinsichtlich des chirurgischen Vorgehens ist aufgrund der extrem seltenen lymphogenen Metastasierung eine Lymphdissektion im Rahmen der GIST-Resektion nicht erforderlich. Ein Sicherheitsabstand von 2cm gilt als ausreichend.

Als Standardtherapie gilt somit derzeit die sparsame und organschonende, aber vollständige Resektion ohne Notwendigkeit einer systematischen Lymphdissektion. Eine prätherapeutische Tumorbiopsie ist nur dann indiziert, wenn das Ergebnis unmittelbaren Einfluß auf das Therapiekonzept hat.

Die operative Therapie umfasst lokale Excsionen, Wedge- oder Segmentresektionen bis hin zu en-bloc Multiviszeralresektionen. Grundsätzlich sind laparoskopische Resektionen kleiner Magen-GIST möglich.

Die optimale Therapie von GIST-Patienten bedarf angesichts der rasanten wissenschaftlichen Entwicklung und Erlangung neuer Erkentnisse einer engen interdiziplinären Zusammenarbeit zur Erstellung multimodaler Therapiekonzepte. Insbesondere stellt die Indikation zur Resektion von GIST-Metastasen oder Rezidiven im Rahmen eines multimodalen Therapiekonzeptes eine besondere diagnostische Herausforderung dar und sollte deshalb in einem Kompetenzzentrum erfolgen.

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