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Schluckstörungen (Dysphagie)

Schluckstörungen (Dysphagie) können sehr viele verschiedene Ursachen haben. Der Schluckvorgang erfordert ein sehr komplexes Zusammenspiel vieler Muskelgruppen im Bereich des Mundes, des Rachenraumes (Pharynx), der Speiseröhre (Ösophagus) und des Magens. Bereits geringfügige Störungen des Schluckaktes können sich als Schluckstörung (Dysphagie), Schmerzen beim Schlucken (Odynophagie), Rückfluss von Speisebrei, Speichel oder Gas (Regurgitation/ Rülpsen) bemerkbar machen.
Schluckstörungen erfordern eine genaue und umfangreiche Diagnostik. Entscheidend ist zunächst die exakte Befragung des Patienten nach seinen Symptomen. Anhand dieser Informationen können bereits viele Hinweise über den zu vermutenden Ursprungsort der Schluckstörung gewonnen werden: Wenn die Ursache der Beschwerden im Bereich des Nasen-Rachenraumes zu vermuten ist, muß der Patient dem Kollegen der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (HNO) vorgestellt werden. Wenn eine neurologische Erkrankung (z.B. ein vorangegangener Schlaganfall) zu Grunde liegt, sollte der Patient zunächst vom Neurologen gesehen werden. Die Fachkollegen der Logopädie, die für die Therapie von Sprach- und Sprechstörungen zuständig sind, haben ebenfalls ein großes Interesse an der Behandlung der bisweilen eng damit verknüpften Schluckstörungen.
Viele unterschiedliche Ursachen der Dysphagie liegen aber auch im Bereich der Speiseröhre. Mit der Diagnostik und Therapie dieser Störungen beschäftigen sich bei uns gastroenterologische Chirurgen, mit einem speziellen Interesse an Erkrankungen des oberen Gastrointestinaltraktes (Verdauungstrakt), in enger Zusammenarbeit mit den Kollegen der Gastroenterologie. In unserem spezialisierten chirurgischen ‚Gastrolabor’ stehen verschiedene Untersuchungsmethoden (sog. Manometrie, pH-Metrie, Impedanzmessung) für die Abklärung von Schluckstörungen zur Verfügung (siehe ‚Gastrolabor’). Auch eine Speiseröhren- und Magenspiegelung (Gastroskopie), die in unserer chirurgischen Endoskopie durchgeführt wird, gehört stets zur Abklärung einer unklaren Schluckstörung. In vielen Fällen ist auch eine radiologische Schnittbilddiagnostik, z.B. Computertomographie, erforderlich

Welche Speiseröhrenerkrankungen gilt es zu unterscheiden?

Stets gilt in der Medizin, dass 1. häufige Erkrankungen am häufigsten Ursache von Beschwerden sind, und 2. bösartige Erkrankungen am dringlichsten ausgeschlossen werden müssen.

Häufig ist in der Speiseröhre die gastroösophageale Refluxkrankheit ursächlich für Beschwerden. Durch die Schädigung der Speiseröhre durch vom Magen zurückfliessende Säure kann es zur Bildung von Engstellen und Funktionseinschränkungen kommen, die letztlich Ursache für Schluckstörungen sein können. Seltener sind Erkrankungen mit Öffnungsstörungen der Muskulatur am Speiseröhreneingang und Mageneingang (‚Achalasie’), oder Erkrankungen mit Bildung von Aussackungen der Speiseröhrenschleimhaut oder der gesamten Speiseröhrenwand (‚Divertikel’ der Speiseröhre). Gerade wegen der Seltenheit dieser Krankheitsbilder ist es wichtig diese zu erkennen und durch einen Spezialisten behandeln zu lassen. Der spezialisierte Chirurg mit entsprechender Erfahrung kann mit verschiedenen Eingriffen sehr gut helfen, und die Schluckstörung meist gut und vollständig beseitigen. Leider gibt es auch Beweglichkeitsstörungen der Speiseröhre, die mit chirurgischen Maßnahmen nur schwer zu behandeln sind. Dies ist der Grund warum eine Therapie in enger Zusammenarbeit der Spezialisten (Gastroenterologen/ Chirurgen/ HNO-Arzt etc.) mit der spezialisierten Diagnostik im Gastrolabor als Grundbaustein der Diagnosestellung, entscheidend ist.

Patienten mit Schluckstörungen können sich in der Sprechstunde ‚Oberer Gastrointestinaltrakt’ vorstellen

Di 9.00 - 10.00 Uhr - Priv.-Doz. Dr. Burkhard H. A. von Rahden

Terminvereinbarung unter:
Tel.: (0931) 201 39999 (Zentrales Patientenmanagement) oder
Tel.: (0931) 201 38888

Universitätsklinikum Würzburg
Chirurgische Klinik & Poliklinik
Zentrum Operative Medizin
Oberdürrbacher Str. 6
D-97080 Würzburg
Zentrales Patientenmanagement:
Tel: (0931) 201 39999

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Email: zpm@chirurgie.uni-wuerzburg.de