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Universitätsklinik Würzburg
Klinik & Poliklinik für
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Chirurgie der Bauchspeicheldrüse

Wann sind Operationen an der Bauchspeicheldrüse notwendig?

Tumore der Bauchspeicheldrüse

Wenn Geschwülste (Tumoren) des Pankreas vorliegen ist prinzipiell die Indikation für einer Operation gegeben. Hier können bösartige Tumoren (Karzinome) oder gutartige Tumoren (z. B. Zystadenome, Insulinome) vorliegen bzw. Tumoren, bei denen nicht eindeutig bestimmbar ist, ob sie gutartiger oder bösartiger Natur sind.

Zentrales Ziel aller Untersuchungen, die vor der Operation durchgeführt werden, ist es, möglichst genaue Kenntnis darüber zu bekommen, ob es sich bei einem Tumor der Bauchspeicheldrüse um einen gutartigen oder einen bösartigen Tumor handelt und an welcher Stelle er lokalisiert ist, um eine möglichst exakte präoperative Planung des Eingriffs durchführen zu können.

Entzündungen

Auch chronische Entzündungszustände (Pankreatitis) der Bauchspeicheldrüse mit unstillbaren Schmerzen aufgrund Gangverengungen oder Pseudozystenbildung können zur Indikation einer Operation an der Bauchspeicheldrüse führen.

Wie werden Operationen an der Bauchspeicheldrüse durchgeführt?

Operationen an der Bauchspeicheldrüse sind entweder über eine Bauchspiegelung, z. B. zur Entfernung von Bauchspeicheldrüsenzysten oder zur Drainageoperation möglich. Liegt ein Pankreastumor vor, so wird eine offene Operation über einen Bauchschnitt durchgeführt. Je nach Lokalisation des Tumors kommen verschiedene Operationsverfahren zum Einsatz, die häufigsten sind:

Operation nach Kausch/Whipple (Pankreaskopfentfernung inklusive des Zwölffingerdarmes)

Schematischer Einzeichnung des Resektionsbereiches

Diese Operation wird bei bösartigen Tumoren im Bereich des Pankreaskopfes durchgeführt. Im Rahmen der Operation wird der Kopf der Bauchspeicheldrüse, der Zwölffingerdarm, der untere Teil des Gallenganges, die Gallenblase und ein Teil des Magens entfernt.

OP-Situs einer Whipple-OP

Bei der Modifikation nach Traverso (pyloruserhaltende Whipple-OP), die mittlerweile am häufigsten durchgeführt wird, bleibt der Magen komplett erhalten.

Auf der rechten Abbildung sieht man in den rechten Oberbauch nach Entfernung des Pankreas, des Zwölffingerdarmes und der Gallenblase. Die Pfortader ist blau angeschlungen, rot die Leberarterie. Der Pankreasstumpf (schwarz eingekreist) wird anschließend an eine Dünndarmschlinge angenäht (reanastomosiert).

Pankreaslinks- und Pankreasschwanzresektion

Diese werden durchgeführt, wenn Tumoren im Schwanz oder Mittelteil (Korpus) der Bauchspeicheldrüse liegen, und es sich um bösartige oder unklare Tumoren handelt. Hierbei wird der Bauchspeicheldrüsenschwanz entfernt. Bei Malignität (Bösartigkeit) geschieht dies inklusive der anhängenden Milz und Lymphknoten.

Duodenum erhaltende Pankreaskopfresektion

Dies ist eine Operation, die bei chronischer Entzündung des Bauchspeicheldrüsenkopfes durchgeführt wird. Der Kopf der Bauchspeicheldrüse wird entfernt, der anhängende Zwolffingerdarm jedoch erhalten.

Pankreasdrainagenverfahren

Durch chronische Entzündung des Pankreas kann es zu Verengungen des Pankreashauptganges oder zur Ausbildung von Pankreaspseudozysten kommen. Beide Veränderungen können zu erheblichen Beschwerden führen. Mittels Drainierung durch eine ausgeschaltete Dünndarmschlinge, die auf den Gang bzw. die Zyste aufgenäht wird, kann die Abflussbehinderung behoben werden.

Tumorenukleationen

Bei gutartigen, z.B. insulinproduzierenden Tumoren des Pankreas, kann es ausreichen, den Tumorknoten herauszuschälen. Damit gelingt es das gesamte gesunde Pankreasrestgewebe zu schonen und die volle Funktion der Bauchspeicheldrüse zu erhalten.

Stationärer Aufenhtalt

Nach Entfernung gutartiger Tumore oder Drainageoperationen kann ein Patient in der Regel bereits nach 7 Tagen entlassen werden.

Nach Karzinom-Operationen (z.B. Bauchspeicheldrüsenkopfentfernung) beträgt der postoperative Aufenthalt circa 2-3 Wochen. Direkt nach Operation ist ein kurzzeitiger Aufenthalt auf der Intensivstation (Chirurgie oder Anästhesie) die Regel.

Eine Anschlussheilbehandlung (Rehabilitation) in einer heimatnahen Rehaklinik ist nach größeren Lebereingriffen empfehlenswert, und wird während des stationären Aufenthaltes durch unseren Sozialdienst eingeleitet.

Als Haus der Maximalversorgung können wir auf eine langjährige Erfahrung bei der Planung, Durchführung und Nachbehandlung von Pankreaseingriffen zurückgreifen. Die notwendige perioperative Infrastruktur wird in unserem Zentrum für operative Medizin (ZOM) durch die enge Verzahnung mit diagnostischer und interventioneller Radiologie, Intensivmedizin, Gastroenterologie, Strahlentherapie und Onkologie gewährleistet.

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