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Gastrointestinale Stromatumoren (GIST)

Gastrointestinale Sromatumoren (GIST) sind seltene und aggressive Tumoren im Magen-Darmtrakt. GIST wurden erst im Jahre 1998 als eigenständige Tumoreinheit festgelegt.

Jedes Jahr erkranken an diesem Tumor in Deutschland etwa 2000 Menschen, weltweit sind es circa 10 000. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen.

Gastrointestinale Stromatumoren können im gesamten Verdauungstrakt auftreten wobei die häufigste Lokalisation der Magen ist.

Welche Symptome bestehten bei GIST?

Etwa ein Drittel der Patienten ist zum Zeitpunkt der Diagnose beschwerdefrei und kleine GIST werden meist zufällig bei der “Routine“-Magenspiegelung entdeckt.

Wie stellt der Arzt die Diagnose – GIST

Zwingend zur Diagnosestellung ist die mikroskopische und immunhistologische Untersuchung des Tumorgewebes.

Entsprechend des immunhistologischen Ergebnisses werden die Tumoren entsprechend ihrem Riskoprofil in Tumoren mit hohem Risiko (high risk) und solche mit niedrigem Risiko (low-risk) für bösartiges Verhalten eingeteilt.

Wenn der Tumor operabel ist, so ist die operative Entfernung immer die Therapie der Wahl.

Die medikamentöse Therapie besteht in der Gabe eines Tyrosinkinaseinhibitors (Imatinib, Glivec®) in Tablettenform . Imatinib hemmt ein Enzym und die Tumorzellen erhalten infolgedessen keinen Wachstumsreiz. Das Medikament ist seit 2002 zugelassen und zwischenzeitlich stehen aufgrund der intensiven wissenschaftlichen Bearbitung dieser Tumorart weitere Substanzen aus der Wirkstoffgruppe der Tyrosinkinaseinhibitoren zur Verfügung.

Wenn der GIST bereits gestreut hat?

Vor der Imatinib-Ära war die Diagnosestellung eines GIST mit Metastasen gleichzusetzen mit einer nicht therapierbaren Krebserkrankung da der Tumor resistent gegen Chemo- und Strahlentherapie ist. Heutzutage kann in diesen Situationen die Kombination aus Operation und Tyrosinkinaseinhibitor ansprechen.

Welcher Arzt ist der richtige Ansprechpartner?

Die richitge Therapie von GIST ist nur durch enge Zusammenarbeit von Chirurgen, Internisten, Radiologen und Pathologen gewährleistet.

Im Rahmen unserer interdisziplinären Tumorsprechstunde können wir die Krankheitsfälle besprechen und die Therapie ensprechend den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen für jeden Patienten individuell festlegen und durchführen.

Wie erreiche ich weitere Betroffene?

Über die Selbsthilfeorganisation  Das Lebenshaus“ (www.daslebenshaus.org).

Universitätsklinikum Würzburg
Chirurgische Klinik & Poliklinik
Zentrum Operative Medizin
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